Sonnenstrom zur Sommerzeit

Pünktlich zum Beginn der Sommerzeit zapft die Landgemeinde Wolfsberg (Ilmkreis) die Sonne an zur Produktion von Ökostrom. Bürgermeister Georg Juchheim, Tobias Krause, Vorstand der KomSolar Stiftung, und Stefan Reindl, Vorstandsmitglied von E.ON Thüringer Energie, betätigten dafür heute den roten Startknopf zur Inbetriebnahme der 240 Quadratmeter großen Photovoltaikanlage auf dem Dach der Gräfinau-Angstedter Mehrzweckhalle. Die 228 Dünnschichtmodule mit einer Gesamtleistung von 25 kWp können pro Jahr 21.300 Kilowattstunden Ökostrom erzeugen. Investiert wurden 52.000 Euro, die komplett von der Stiftung aufgebracht wurden. Das Wolfsberger Mini-Sonnenkraftwerk ist das erste, das von der eigens gegründeten Thüringer KomSolar Stiftung finanziert wurde. Die von E.ON Thüringer Energie gegründete gemeinnützige Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, 100 kommunale Liegenschaften in Thüringen mit Photovoltaikanlagen aus Thüringen auszustatten und auf diese Weise die Kommunen bei der Verbesserung ihrer Klimabilanz zu unterstützen. "Mit diesem Modell verbinden wir aktiven Klimaschutz und nachhaltige Energieerzeugung mit einem Mehrfachnutzen für Thüringen, seine Wirtschaft und seine Kommunen", sagte Stefan Reindl bei der Inbetriebnahme der Anlage. Die von Bosch Solar Energy am Erfurter Kreuz produzierten Solarzellen wurden von der Eisfelder Kensys GmbH montiert und von Fachleuten der E.ON Thüringer Energie an das Stromnetz angeschlossen. Die gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung für den produzierten Sonnenstrom fließt in das Stiftungsvermögen, aus dem wiederum eine jährliche Garantiepacht für die Gemeinde Wolfsberg finanziert sowie Überschüsse zur Förderung gemeinnütziger Projekte ausgeschüttet werden. "Ohne einen Cent Investition hat die Gemeinde mit Hilfe der Stiftung eine dauerhafte Einnahmequelle zur Finanzierung kleinerer Projekte erschlossen und spart gleichzeitig pro Jahr 12 Tonnen klimaschädliches CO2", freut sich Bürgermeister Juchheim.Die 2010 gegründete gemeinnützige Stiftung "KomSolar"wurde von E.ON Thüringer Energie mit einem Grundkapital von 500.000 Euro ausgestattet. Weitere 4,5 Millionen Euro stellte die DKB Deutsche Kreditbank, Erfurt, als Darlehen zur Verfügung. Damit umfasst das Investitionsbudget für die Errichtung von PV-Anlagen fünf Millionen Euro. Die kaufmännische Betriebsführung der Stiftung wurde an die Deutsche Stiftungstreuhand, Fürth, vergeben. Laut Stiftungssatzung sollen die jährlich ausgeschütteten Gewinne für Thüringer Projekte zur Förderung von Umwelt, Kultur, Sozialem und Sport verwendet werden. Darüber wachen Stiftungsrat und Kuratorium, in denen Thüringer Kommunen vertreten sein werden.

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