Stiftung Sonne für Deutschland investiert in Anrode

Die wirtschaftliche Lage der Kommunen hat sich im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise maßgeblich verschlechtert. Investitionen werden zurückgestellt, neue Aufgaben gemieden. So ist es nicht verwunderlich, dass kommunaleigene Dach- und Freiflächen an private Investoren verpachtet werden, die als Errichter und Betreiber von Photovoltaik- und Windkraftanlagen auftreten. Kommunen müssen so nicht selbst in die Nutzung erneuerbarer Energien investieren. Sie verzichten dadurch jedoch auf die Ertragskraft ihrer Dach- und Freiflächen. Dass es hierzu Alternativen gibt, zeigt die gemeinnützige Stiftung Sonne für Deutschland. Sie bietet Kommunen und gemeinnützigen Einrichtungen an, auf ihren Dach- und Freiflächen Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energien zu finanzieren und zu errichten. Anders als bei privaten Investoren wird nicht nur ein Bruchteil der erwirtschafteten Einspeisevergütungen in Form einer Miete an die Kommunen und Einrichtungen weitergegeben. Die gemeinnützige Stiftung hat keine eigenwirtschaftlichen Interessen und schüttet von daher alle Überschüsse nach Abzug der Finanzierungs- und Betriebskosten aus. Die Mittelverwendung im Rahmen ihrer Satzungszwecke erfolgt nach Vorgabe der Kommune oder der gemeinnützigen Einrichtung in der jeweiligen Region. Als erste Kommunen in Deutschland haben die Solar-Stadt Fürth in Bayern und die Gemeinde Anrode in Thüringen die Vorteile des Konzeptes erkannt und die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf Dach- und Freiflächen an die Stiftung „Sonne für Deutschland“ mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 4,7 Mio. Euro übergeben. „In einer Zeit sinkender Einnahmen bietet uns das Konzept die Möglichkeit unsere Investitionen in erneuerbare Energien fortzusetzen ohne unseren Vermögenshaushalt zu belasten. Gleichzeitig bleiben die Bürgerinnen und Bürger Nutznießer aller erwirtschaften Überschüsse, die von der Stiftung an die Stadt Fürth zur Verwendung im Rahmen ihrer breiten Satzungszwecke ausgeschüttet werden“, so Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung.  Horst Ohlmann, Geschäftsführer der DT Stiftungsverwaltung GmbH, Fürth, Verwalter der unselbstständigen Stiftung „Sonne für Deutschland“, bringt noch einen interessanten Aspekt für die Anlage von Stiftungvermögen ins Spiel: „Mit diesem Konzept steht bestehenden Stiftungen ein interessantes Angebot zur Verfügung: sie können Teile ihres Grundstockvermögens in Form eines Darlehens an die Stiftung „Sonne für Deutschland“ nachhaltig und umweltschonend investieren“.

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