Technisches Rathaus eingeweiht

Das Fürther Baureferat hat seinen neuen Dienstsitz im alten Amtshaus am Fürther Kohlenmarkt jetzt bezogen. Das Ensemble aus zwei Altbauten und einem neuen Verbindungsbau ist in den vergangenen Monaten von der Stiftung Baukultur und Denkmalschutz aufwändig saniert worden. Fürths Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung freut sich: „Mit dieser Sanierung haben wir aus einem Schandfleck und einer Ruine ein städtebauliches Juwel gemacht." Baureferent Joachim Krauße ergänzt: „Das neue technische Rathaus ist nicht nur städtebaulich bedeutsam. Mit dem zentralen Standort trägt das Baureferat auch maßgeblich zur Aufwertung der Innenstadt bei und bietet alle Dienstleistungen rund um's Bauen unter einem Dach."

Stiftungsverwalter Horst Ohlmann erklärt, wie es zu der Sanierung kam: „Wir haben das Areal übernommen, um es zu sanieren. Dabei haben Fürther Bürgerinnen und Bürger mit Zustiftungen mitgewirkt. Die Sanierung ist ein gemeinsamer Erfolg von Stadt und Bürgerschaft." Vor einigen Jahren noch galt der spätklassizistische Eckbau in Rathausnähe aus dem Jahr 1866 als größtes Sorgenkind der Stadt Fürth. Früher beherbergte er verschiedene Dienststellen der Kommune. Anfang der 90er Jahre stellte sich eine erhebliche Quecksilberverseuchung aus der Zeit der Spiegelherstellung aus dem 19. Jahrhundert heraus. Nach der Räumung des Gebäudes und einer aufwändigen Altlastensanierung blieb hinter einer intakten Fassade nur ein Gerippe übrig. Mit der Sanierung des alten Amtshauses und dem Neubau solle die Innenstadt auch für das Stadtjubiläum 2007 aufgewertet werden, betont Oberbürgermeister Jung.

Die Stiftung Baukultur und Denkmalschutz Fürth hat das Projekt im Rahmen einer Partnerschaft gemeinsam mit der Stadt in Angriff genommen - nach dem Vorbild der Sanierung des Kulturforums durch die Kulturstiftung. Und ähnlich positiv liest sich auch die Bilanz, die die Ideengeber und Projektverantwortlichen der Nürnberger RegionalKonzept GmbH präsentierten: Bei einer geplanten Gesamtinvestition von 12,7 Millionen Euro wurde eine Einsparung von 1,1 Millionen Euro erzielt, die auf 21 Monate angesetzte Bauzeit wurde um ca. drei Monate unterschritten.

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