Stiftung Der Schülercoach nach dem Cadolzburger Modell

Stiftung Der Schülercoach

Die Anforderungen wachsen - an Erwachsene ebenso wie an Jugendliche. Die Welt wird nicht einfacher, eher komplexer. Die Wirtschaft erwartet die Jugendlichen als Ausbildungsfähige, die Schule als Schulreife und die Menschen um sie herum als sozial Kompetente. Geburtenrückgang und steigende Lebenserwartung verändern die Altersstrukturen, und so verteilen sich die Lasten auf immer weniger Schultern. Das Thema ist so komplex, dass es keinen Königsweg gibt, aber einer muss den Anfang machen.

Entscheidende Phase zwischen 11 und 16

Mit der Pubertät treten die Jugendlichen in eine entscheidende Phase. Wenn es bis zu diesem Lebensabschnitt nicht gelungen ist, bei ihnen die notwendige Struktur zu entwickeln, das Selbstbewusstsein zu stärken und die Unabhängigkeit zu fördern, dann werden die Möglichkeiten zur Problemlösung eingeschränkt bleiben. Ein Drittel der heutigen Jugendlichen ist nicht in der Lage Probleme zu erkennen und diese konstruktiv zu lösen.  Sie greifen zu Lösungen wie Aggressivität oder Depression und driften damit in Randgruppen ab, suchen dort Schutz und Anerkennung. Und bekommen sie auch. 

Die berechtigte Forderung nach mehr Bildung führt zu einer rasanten Zunahme der Angebote und Maßnahmen für Jugendliche. Die nachhaltige Wirkung wird jedoch nur bei den Schülern erreicht, die motiviert und bereit sind. Viele Schüler, die weder Lust noch Antrieb haben, sehen für sich keine Veranlassung, Hilfsangebote auszuprobieren. Sie verbauen sich die eigene Zukunft, flüchten in Depression oder Aggression, driften leicht in Randgruppen ab, suchen dort Schutz und Anerkennung - und bekommen sie auch.

Das Cadolzburger Modell

2005 wurde das "Drei Stufenmodell" in Cadolzburg entwickelt und unterscheidet sich von ähnlichen Modellen durch

  • den ganzheitlichen Ansatz: Persönlichkeit - Schule – Ausbildung
  • Nachhaltigkeit durch die Beziehung über mehrere Jahre
  • Begleitung ausschließlich im Tandem (1:1)
  • Abwesenheit institutioneller Autorität

Ein Schülercoach ergänzt freundschaftlich, zusätzlich zu den Eltern und den Lehrkräften das soziale Umfeld, das in unserer Gesellschaft für viele Kinder immer brüchiger geworden ist. Schon nach kurzer Zeit kommt es bei den begleiteten Jugendlichen zu signifikant positiven Veränderungen im persönlichen Verhalten und es verbessern sich automatisch die schulischen Leistungen.

Von diesem Modell profitieren alle, denn Generationen übergreifend zusammenzuleben verbessert den gesamtwirtschaftlichen Nutzen. Menschen, die gerne etwas Sinnvolles für die Gesellschaft tun wollen, finden hier eine Aufgabe. Ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Lebens- und Berufserfahrung sind als Coaches deshalb so gut geeignet, weil sie sich außerhalb der potentiellen Konfliktparteien befinden und deshalb Jugendliche in einer anderen Dimension erreichen. Gerade ihr Wissen und ihre Lebenserfahrung werden dringend für die nächste Generation gebraucht.

Viele Auszeichnungen

Das Projekt "Der Schülercaoch" ist anerkannt und wurde ausgezeichnet mit

  • der Verdienstmedaille des Landkreises Fürth
  • dem 125. Jobstar der Europäischen Metropolregion Nürnberg
  • dem Deichmann Förderpreis 2008
  • dem Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland durch den Bundespräsidenten Herrn Horst Köhler
  • dem Mittelfränkischen Integrationspreis 2010 durch den Regierungspräsidenten Dr. T. Bauer

Spendenkonto

Bankverbindung Stiftung Der Schülercoach
IBAN DE96 7625 0000 0040 0206 12
BIC: BYLADEM1SFU

(Ab einem Betrag von 200 Euro erhöht Ihre Zuwendung das Stiftungsvermögen, soweit sie nicht als Spende gekennzeichnet wurde. Spenden sind in jeder Höhe möglich.)

Weitere Informationen auf der Homepage der Stiftung.